Observatorium für Prognosen, irrelevante Fragen und Widersprüche.
 

Endlich wieder Wulff, endlich wieder phäakische Besserwissereien.


Auf Spiegel online ein guter Artikel von Dirk Kurbjuweit über den Prozess gegen Wulff, dem ich in allen Kernaussagen zustimme.

Was dem Artikel freilich nicht erspart, dass ich ihm die kleinen Fehlerchen unter die Nase reibe. Kurbjuweit schreibt: "Es kam heraus, dass er (Wulff) und seine damalige Frau mit einem anderen Freund, David Groenewold, einen kleinen Urlaub auf Sylt verbracht hatten. Groenewold zahlte für das Hotel, angeblich händigte ihm Wulff das Geld hinterher in bar aus."

Nein, die 2007er Syltsause unternahm Wulff nicht mit seiner damaligen Frau Christiane, sondern mit seiner damaligen Geliebten Bettina Körner (seiner späteren zweiten Frau). Das macht für den Korruptionsvorwurf keinen großen Unterschied, für die ästhetische Bewertung aber schon. Ich fand die Einlassung Wulffs, er habe die Hotelrechnung für seine Geliebte und sich gegenüber Groenewold mit Bargeld beglichen, das seine Geliebte von ihrer Mutter geschenkt bekommen habe, den Gipfel der Peinlichkeit. Und nicht aus juristischen, aber aus geschmacklichen Gründen hatte ich gehofft, die Geliebte sei wenigstens von Groenewold eingeladen worden.

Kurbjuweit schreibt: "Es ist also (an Anklagepunkten) wenig übriggeblieben. Und ist nicht Wulff durch den Verlust des Amtes und durch die Scheidung von seiner Frau gestraft genug? "

Scheidung? Habe ich da etwas verpasst? Oder will Kurbjuweit andeuten, die Scheidung von Christian und Christiane Wulff sei 2008 wegen der Syltgeschichte erfolgt?

Kurbjuweit schreibt: "Trotz der kleinen Summe geht es um einen bedeutenden Fall, dem nur ein guter Prozess ein würdiges Ende verleihen kann", und dem stimme ich zu. Und doch frage ich mich: Ist unsere Gesellschaft wirklich inzwischen so reich, dass 753,20 Euro der Inbegriff eines lächerlich kleinen Geldbetrags sind?

Von 753,20 Euro konnte man 2007 länger als zwei Monate menschenwürdig leben (ohne Mietkosten). Es gibt jede Menge Menschen, deren Girokonto dauernd überzogen ist, und für die 753,20 Euro den Unterschied zwischen finanziellen Sorgen und dem Gefühl ausmachen, sich endlich wieder mal was leisten zu können. Und zu denen - zumindest zu denen, deren Girokonto dauernd überzogen ist - gehörte auch der damalige Ministerpräsident Christian Wulff.

Wenn bei dem Prozess noch eine interessante Erkenntnis abfällt, dann vielleicht die Klärung der Frage, warum bei Wulff ständig Ebbe in der Kasse war. Waren es wirklich so gewaltige Unterhaltszahlungen an Christiane? Eigentlich fehlt doch einem Ministerpräsidenten die Zeit, so viel Geld auszugeben.


 
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Prognose am Wahltag


Man muss ja fast ein schlechtes Gewissen haben, wenn man noch am Wahltag eine Wahlprognose abgibt. Warum, habe ich allerdings nicht ganz verstanden: Herr Dr. bess. wiss. gewiss. Lammert hält solche Prognosen für verwerflich, weil eine Verwechselung mit Wahl-Ergebnissen drohe. Für wie dumm muss man eigentlich die Wähler halten, wenn man ihnen den Fehlschluss zutraut, dass am Wahlsonntagmorgen in der BamS schon das Wahlergebnis stünde?
Andere Erklärung: Der Respekt vor dem Wähler würde verlangen sich in der Woche vor der Wahl mit Prognosen zurückzuhalten. Darf man daraus folgern, dass in den restlichen 207 Wochen der Respekt nicht so ausgeprägt ist?

Jedenfalls prognostiziere ich, dass die AfD reinkommt und es - auch deshalb - zu einer schwarz-roten Koalition ohne Zweidrittelmehrheit kommt.


 
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Helmut Kohl wird sterben.


Denn er ist ein Mensch und jeder Mensch wird sterben. Öffentlich zu prognostizieren, wann ein anderer Mensch sterben wird, finde ich dennoch geschmacklos. Heribert Schwan, der Ghostwriter von Helmut sowie Biograph von Hannelore und bald auch von Helmut Kohl sieht das offenbar anders. Im Gespräch mit dem Spiegel kündigt er die Veröffentlichung seiner Helmut-Kohl-Biographie für dessen 90. Geburtstag (3. April 2020) an. Ob darin nicht ein Vertrauenbruch gesehen werden könne, fragt der Spiegel eine Spalte später. Schwan antwortet: "Das glaube ich nicht. Helmut Kohl hat oft zu mir gesagt: 'Also wenn ich mal tot bin, können Sie das veröffentlichen.'"

Auch Schwans weitere Aussagen schillern zwischen Historiker-Stolz - dabei dürften stundenlange Gespräche mit Politikern im Ruhestand nicht zu den zuverlässigsten Quellen gehören - und einer befremdlichen Verschmelzung mit Kohl: Schwan beanspruch für sich explizit "die Deutungshoheit", weil Kohl sich nicht mehr wehren könne. Acht Jahre lang Kohls Memoiren zu schreiben ist aber vermutlich schon ein Job, der einem auf den Keks gehen kann.


 
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Unzusammenhängendes zu Wulff


  1. Ganz guter Schachzug der Bildzeitung, Wulff die Abschrift seiner Voicemail-Suada zuzuschicken. Und wann kommt einer auf die Idee, beim Bundespräsidialamt gemäß Informationsfreiheitsgesetz Einsicht in die Abschrift zu verlangen? Wäre gar nicht so einfach, das zu verweigern.

  2. Doch, es stimmt schon: Nicht nur der Ruf Herrn Wulffs ist beschädigt, sondern auch das Amt des Bundespräsidenten, wenn jede Zeitung mindestes einen Kommentar zur Überflüssigkeit des Bundespräsidenten einrückt. Dabei wird übersehen: Der Bundespräsident mag in einer Situation großer politischer Stabilität mit einer allgemein respektierten Regierungschefin wirklich verzichtbar sein. Wenn wir einmal sieben Parteien im Bundestag haben, die keine Koalition mit Kanzlermehrheit hinbekommen - soooo unwahrscheinlich ist das nicht -, dann hat der Bundespräsident die wichtige Entscheidung zu treffen, ob ein Minderheitenkanzler regieren oder der Bundestag neu gewählt werden soll. Dann ist es schon ganz praktisch, wenn die moralische Integrität des Bundespräsidenten allseits anerkannt ist und dieser auch bei den "normalen" Politikern nicht bis zum Hals in der Dankesschuld steht.

Auch in Zeiten, in denen der Bundeskanzler in weiten Teilen der Bevölkerung nur eine Lachnummer ist (wie zB 1982 - 1990), ist es hilfreich, im Bundespräsidenten eine Integrationsfigur zu haben. Das geht aber nicht mit einem peinlichen Abgreifer.

  1. "Ich bin auf dem Weg zum Emir" als Satz des Jahres 2012? Vermutlich zu früh im Jahr gefallen. Aber als AB-Ansage
    ganz witzig.

  2. Wulffen als Wort des Jahres? Dazu müsste man sich jetzt schnell einigen, was es heißen soll: Schnorren? Auf den AB schimpfen? Den AB vollquatschen? Am Amt kleben?

Nachtrag: Noch einen weiteren Bedeutungsvorschlag fuer Wulffen hat www.spiegel.de

  1. Ja, es gibt wichtigeres. Aber das ist zu kompliziert.

 
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Broderlein


Ich finde Broder oft billig und schlecht, aber hier trifft er es immerhin im Ansatz. Wie ich schon vor Gabriels vergifteter Unterstützungserkärung sagte: Ein angeschlagener Wulff nützt der SPD.

Dann geht es aber rumpelig weiter: "Zur Zeit hat die Bundesrepublik vier bezahlte Präsidenten: Wulff, Walter Scheel, Richard von Weizsäcker und Roman Herzog."

Du darfst noch einmal raten, Henryk. Vier war schon ganz schön nahe dran. Überleg noch einmal, hast Du nicht jemanden vergessen? Kleiner Tipp: Sein Vorname fängt mit demselbem Buchstaben an wie deiner. Und er hat eine ähnlich entspannte Haltung zu Militäreinsätzen.

"Ja, Christian Wulff ist der Herr der Binse. Manche Kommentatoren meinen, Deutschland habe etwas Besseres verdient. Aber das ist ein Irrtum."

In Ordnung, kann man so sehen. Im nächsten Absatz heißt es:

"Als Ministerpräsident von Niedersachsen war er der richtige Mann am richtigen Platz. Nun muss er eine Bühne bespielen, die für ihn zu groß ist."

Wie bitte? Ich dachte er wäre genau der Bundespräsident, den Deutschland verdient. Entscheide dich, Henryk!

"Es ist eine One-Man-Show im Olympia-Stadion. Sie wird noch drei Jahre weiter gehen. Der einzige Trost dabei ist: Es wird keine zweite Runde geben."

Im letzten Punkt bin ich mir gar nicht sicher. Ich halte es für recht wahrscheinlich, dass es nach der Bundestagswahl 2013 zu einer schwarz-roten (vielleicht nicht unbedingt großen) Koalition kommt. Dann könnte die SPD es sich abhandeln lassen, Wulff zu verlängern. Ich halte mal dagegen: Wenn Wulff bis 2015 durchhält, macht er auch noch bis 2020.


 
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Wir begleiten gestrauchelte Politiker prognostisch. Heute: KT.


In welcher Verkleidung wird K.Th.v.u.z. Guttenberg in Aachen die Laudatio auf Ottfried Fischer halten?

Ergebnis

 
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Bluffwulff


Ich schwankte lange, bin mir aber jetzt sicher: Wulff wird im Amt bleiben. Die SPD ist sehr gut beraten, nicht seinen Rücktritt zu fordern.

Erstens zieht das Argument, dass sich Schröder nicht viel anders verhalten habe. Das Gegenargument, Schröder sei eben nicht Bundespräsident gewesen, ist zwar nicht von der Hand zu weisen, hat aber begrenzte Durchschlagskraft.

Vor allem aber ist ein schwacher Wulff, der sich durch die nächsten dreieinhalb Jahre seiner ersten Amtszeit quält, gut für die SPD. Er mindert die Strahlkraft der schwarz-gelben Koalition (so da noch was strahlt). Ein frisch ins neue Amt gewählter Lammert wäre für die SPD gefährlicher.

Wenn es 2013 zu einer Großen Koalition kommt, könnte die SPD den politischen Preis dafür, den angeschlagenen Wulff 2015 für 5 weitere Jahre zu verlängern, besser hochtreiben, als wenn Wulff allseits als Traumbesetzung gälte.

Wenn aber 2013 die SPD die Wahl gewinnt und den Kanzler stellt, wird sie aller Voraussicht nach in den anschließenden Landtagswahlen wieder verlieren. Dann ist ein BuPrä-Wahltermin 2015 besser als 2017.

Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal so viele Parodien auf eine noch gar nicht gehaltene Rede gesehen zu haben wie auf die diesjährige Weihnachtsansprache.

Sehr schön: Hans Zippert
www.welt.de
Auch nicht schlecht: gestern Harald Schmidt.

Ach, übrigens:

Wie lange wird sich der BuPräs bei der Weihnachtsansprache mit den gegen ihn gerichteten Vorwürfen beschäftigen?

Ergebnis

Wann wird die erste seriöse Zeitung/Zeitschrift im Klartext über die im Internet kursierenden Gerüchte betreffend das Vorleben der Bettina Wulff berichten?

Ergebnis

 
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Blitzprognose


In einer Stunde wird Charlotte Roche bei Harald Schmidt auftreten und ich wage die Prognose, dass er sie in Anspielung auf ihr damaliges Angebot an unseren Bundespräsidenten fragen wird: "Was sagst Du zu Christian Wulff: Wirst Du mit ihm schlafen, wenn er alle Kredite offenlegt?" (vgl. hier, Grund 7)

Apropos: Die Merkel kann einem schon Leid tun. Auch andere Kanzler hatte heftige Probleme zu lösen, aber dass ausgerechnet bei ihr der Frühstücksdirektor immer wieder wackelt und gestützt und gestürzt und neugewählt werden muss, damit hat nur sie zu kämpfen.


 
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Wenn Westerwelle


demnächst als Parteivorsitzender ersetzt wird, wird sein Nachfolger spätestens nach der von der FDP vergeigten Bundestagswahl 2013 zum Rücktritt aufgefordert werden. Warum halten die nicht ihren Guido noch die zweieinhalb Jahre aus? Hat keiner von Beckstein und Erwin Huber gelernt?


 
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Fremdprognosen, schön fies


zibb, eine Sendung des Berlin-Brandenburger dritten Programms fährt den Psychologen Heiko Sill ("auf Holzköpfe spezialisiert, auch auf Politiker") auf, der die Chance KTGs, wieder in der Politik Fuß zu fassen, vom Ausgang der noch laufenden Ermittlungen abhängig sieht:

"Wenn er sich reinwaschen kann, wenn die Verfahren im Sande verlaufen und eingestellt werden, wenn er Freisprüche bekommt, dann ist die Chance sehr gut, dass er in Deutschland auch wieder dort ’ne Chance hat, von vielen gehört zu werden."

Seh ich auch so.


 
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Axolotl reloaded


Jetzt schieße ich quer. Also diesmal wird Katsche vom Guttenberghain nicht mehr so einfach davonkommen. Es wird sich über kurz oder lang die Meinung durchsetzen, dass es

  • nicht um vergessene Fußnoten geht, sondern um eine Arbeitsverweigerung. Wenn man unter der Überschrift "Bewertung" nur vier Absätze aus fremdem Federn zitiert, OHNE sich mit der zitierten Meinung inhaltlich auseinanderzusetzen, wäre das auch als wörtliches und nachgewiesenes Zitat NICHT lege artis.

  • nicht für die selbstverfassten Passagen einer rechtswissenschaftlichen Arbeit spricht, wenn die unmittelbare Nachbarschaft von Versatzstücken aus Publikums-Zeitungen, Websites und Sonntagsreden nicht weiter auffällt.

  • es eine Riesenblamage für Doktorvater Häberle und Zweitgutachter Streinz ist, ein solches Machwerk mit summa bewertet zu haben.

Katsche wird vielleicht seinen Doktortitel behalten, aber er wird einen Kotau wegen seiner Rechtsverletzungen machen müssen. Und dann wird es ihm leidtun, die Vorwürfe als abstrus bezeichnet zu haben. Er wird nicht mehr der alte sein, wenn das ausgestanden ist.

Wettet wer dagegen?


 
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Um mal den Faden mit etwas einfachem wieder aufzunehmen


Der Guttenberg, der wird sich auch aus der Forch-Gock-Verona Feldpost-Dienstwaffenrumgefuchtel-Affäre, sauber rausziehen.


 
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Wie wird Eva Hermans nächstes Buch heißen?


Biete:

Das Prinzip Abraham und Isaak
Tenor: Mut zur späten Elternschaft. Kinder müssen wieder bedingungslos gehorchen.

Das Prinzip Onan
Tenor: Wider den hemmungslosen Individialismus, formally known as Sünde der Selbstbefleckung. Mut zur Patchwork-Familie

Das Prinzip Salomé
Warum Johannes Baptist bei starken Frauen den Kopf verliert

Wer bietet mehr?


 
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Patalong findet erste Hinweise für eine Schnittstelle zwischen Web und Welt


Eine Stunde nachdem der Name des Amokläufers bekannt wurde, überholte er (Cho Seung-Hui) im Ranking bei Technorati Paris Hilton.

Ja, ist es denn die Möglichkeit? Interessiert sich die Welt etwa mehr für Massenmörder als für berufsblonde Verkehrssünderinnen?

Aber es kommt noch toller: "Eine Prominenz, die um so gespenstischer wirkt, als dass bisher (Stand des Artikels: 17.4.) keine Spuren von dem Koreaner im Web gefunden wurden."

Soll das etwa heißen, man kann für etwas, was man in der Welt außerhalb des Netzes gemacht hat, so berühmt werden, dass das Web erstmalig von einem Kenntnis nimmt und die Tat online bespricht? Das würde ja - aber das ist jetzt wirklich wilde Spekulation - bedeuten, dass es gewissermaßen "Durchlässe " zwischen Außenwelt und Netzwelt gäbe. Ich glaube in letzter Konseqenz müssten sogar Menschen, die vor Erfindung des Internets starben, posthum diese Schwelle überschreiten könnten. Ich will das Vorstellungsvermögen meiner Leser nicht überstrapazieren, aber es wäre sogar vorstellbar, dass ein hartleibiger Offline-Schinken-Schreiber wie Goethe eines fernen Tages mehr Google-Treffer erzielt als Internet-Columbus Frank Patalong. Eine um so absurdere Vorstellung, als (dass) Goethe noch nicht einmal einen Weblog mit Pudelkontent besaß.


 
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Es wird kommen eine Zeit,


da Papiertaschentücherwerbung augenzwinkernd darauf anspielt, dass Papiertaschentücher auch zur Aufnahme des Ejakulats benutzt werden.

So etwa: Pubertierendergeht in einen Drogeriemarkt und legt eine Großpackung Tempotücher aufs Band. Die verbindliche Kassiererin: "Na, auch Nachnieser?" Junge läuft rot an und sagt: "Ja, so was ähnliches".

Oder gibts das schon?


 
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Phaeake endlich mal ganz weit vorn


mit seinen Prognosen:

Sag ich doch neulich, dass Yumeleidi Cumba die kubanische Astrid Kumbernuss sei, da hat sie noch Silber. Ich aber stelle das ganze in die Schublade "nomen isst nomen".

Und passt hat er, schon kriegt sie Gold (jedenfalls siehts danach aus), also das Edelmetall, was die deutsche Yumileidi Cumba 1996 bekam, olympisches Silber hatte die ja nie. Also wenn jetzt die B-Probe der Russin doch noch negativ ist, nenne ich mich den Vielseitigkeitsreiter unter den Auguren.


 
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Top die Wette gilt.


Allerdings wird das Thema Drittes Reich irgendwann ausgereizt sein - ich schätze, etwa in vier bis fünf Jahren. (Nico Hofmann im SpOn-Interview)

Ich halte dagegen.


 
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Hamm-Brücher mit der wohl riskantesten Prognose ihrer Laufbahn.


Sinngemäß aus dem Frühstücksfernsehen zitiert: "Wenn es am Sonntag wieder nicht klappt (sc. wieder keine Frau zur Bundespräsidentin gewählt werden sollte), dann bricht ein Aufstand der Frauen los."

Ihr Kampfname Arm-Brücher ((c) Titanic) kommt vielleicht beim zu erwartenden Sturm aufs Bellevue zu neuen Ehren.


 
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Supatyp mit der treffsichersten Prognose im Bereich Fußball


Am 29. April 2004, um 14:17 (antville time) sagte supatyp:
... aber da als mannschaft muss ein verantwortlicher vertreter weg. oder spieler von den nich mitnehm nach portegal. rammelo soll ma schön zuhause bleiben. hat doch fernseher bestimm

Heute gibt Ramelow überraschend seinen sofortigen Rücktritt aus dem deutschen Nationalteam bekannt.


 
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Für das beste am Mann.


Es dürfte so etwa ein Vierteljahrhundert her sein, dass bei Nassrasierern die zweite Klinge als Innovation gefeiert wurde. Vor schätzungsweise 12 Jahren kam die dritte und jetzt die vierte. Keine wirklich rasante Entwicklung verglichen etwa mit derjenigen der PC-Leistungs-Kennzahlen. Dennoch sei gefragt, wo das enden soll. "Rasieren Sie sich mit 8 Klingen gleichzeitig"? Oder wird irgendwann die Reduktion als Erfolg verbucht: "Der neue Wilkinson kommt mit einer einzigen Klinge aus."?


 
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Montesquieu, vergib Ihnen!


Action im Reichstag, zweiter Teil: Anders als Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) haben die Grünen nichts gegen Dreharbeiten von Hollywood-Star Tom Cruise im Berliner Regierungssitz.

War da nicht irgendein Unterschied zwischen Parlament und Regierung?

Prognose: Das Argument, dass Cruise Scientology-Mitglied ist oder war, kommt auch noch.


 
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Dafür hat Berlin Geld


Es gibt laut Müller fünf verschiedene 'Charaktere' der Abfallkörbe. So reagiere 'Siggi Sport' auf den Einwurf von Müll nicht nur mit einem Torschrei, sondern auch mit der Aussage 'Volltreffer'. 'Kalle Kiez' dagegen belohne die sauberen Zeitgenossen mit den Sprüchen 'Dufte Leistung, Kumpel' oder 'Danke, echt knorke von dir'. 'Susi Schlau' könne ihren Dank sogar in Englisch, Französisch und Japanisch ausdrücken. 'Hitlist Harry' gibt ein gesungenes 'Verdammt, befüll mich', frei nach der Melodie des Sängers Matthias Reim, von sich.

Und wem "Verdammt, befüll mich" noch nicht reicht, für den könnte ein 6.(!) Modell Edward Eindeutig auch die Sprüche "Tiefer tiefer!", "Es ist so schön, dich in mir zu spüren." und "JA! Ich explodiere gleich" zum besten geben.

Gegen letzteren Spruch protestieren dann Opfer von in Mülleimern versteckten Bomben.


 
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Endstufe Recherche


Wenn freenet seine Startseite mit einem literarischen Thema (mehr dazu hier und hier und hier) aufmacht, kann man davon ausgehen, dass dieses nach einer Illustration mit nackten Frauen geradezu schreit. Umgekehrt stimmt der Satz leider nicht.

Prognose: Kunkel wird seine brilliante jahrelange Recherche als Eulenspiegelei verkaufen: "Ich wollte beweisen, dass die Gesellschaft alles zum ernsten Aufregerthema macht, wenn das Etikett "Nazi" draufklebt. Pornos aus den Fünfzigern dagegen erheitern höchstens."


 
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Feldbusch at her best:


Samstag abend, ZDF: Gottschalk moderiert ein Benimm-Quiz. 1. Frage: Was bedeutet bei einer Einladung, in der um Antwort gebeten wird, die Abkürzung "a.s.a.p."?

phaeake meint: Das hat eigentlich nichts mit Benimm zu tun, außer der Tatsache, dass wer diese Abkürzung so verwendet, sich nicht zu benehmen weiß.

Als Alternativen werden vorgegeben (für die Reihenfolge kann ich mich nicht verbürgen):

Absagen schriftlich oder auch persönlich
avoid shorts and pants
as soon as possible
Abendgaderobe schwarz außer Personal

Verona Feldbusch entscheidet sich überraschender Weise für das richtige und wird von Gottschalk gefragt, wie sie darauf gekommen sei.

Feldbusch: "Das war doch das einzige, auf das die Buchstabenfolge 'asap' gepasst hat."

Gottschalk erklärt die Logik der Antwortoptionen: "Na 'Abendgaderobe schwarz außer Personal' fängt auch mit A S A P an."

Felbusch vergibt die Kontermöglichkeit, Gottschalk darauf hinzuweisen, dass sowohl Abendgaderobe als auch Personal groß geschrieben werden, und antwortet mit der an Dummheit wohl nicht mehr überbietbaren Erklärung:

"Bei den meisten Feiern kommt man doch ohne Personalausweis rein."

Gottschalk erklärt den Unterschied zwischen Personal und Personalausweis nicht.

Prognose (ähnlich riskant wie diejenige, dass M.Schumacher in der diesjährigen Saison noch mindestens ein Rennen gewinnen wird): Das kommt heute Abend bei TV total.


 
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Die Langeweile der Formel 1


liegt nicht so sehr an der hohen Wahrscheinlichkeit, mit der M. Schumacher wieder einmal Weltmeister werden wird, sondern an seiner konsequenten Weigerung, die Rolle des arroganten Großsprechers zu übernehmen, und an der himmelschreiende Naivität, mit der seine nichtsnutzigen Konkurrenten in diese Lücke einspringen. M. Schumacher müßte so agieren wie der FC Bayern zu seinen besten Zeiten, also ankündigen, dass Montoya in seinem Leben niemals Weltmeister werden wird, sein Bruder für alle Ewigkeiten Little Schu bliebe, jetzt schon seine Meisterschaftsfeier im Anschluss an das viertletzte Rennen planen usw. Dann hätte der Fan eine ernsthafte Alternative zwischen dem Erfolg versprechenden Unsympathen und dem sympathischen Underdog. So aber muss der Fan unrealistisch sein und zugleich ein Herz für Angeber haben, um einem der anderen die Daumen zu drücken. Dies gilt erst Recht, seit dem das mühsam aufgebaute Nebenzielkriterium "Ich halte zum Rennstall mit dem deutschesten Boxenluder" bevor es je richtig zog, schon wieder irreperabel geschädigt ist.

Was ist also zu tun? Ich gehe davon aus, dass entsprechende Appelle an M. Schumacher bereits gerichtet wurden und an ihm abgeperlt sind. Ihn interessiert nur, was ihn im Rennen nach vorne bringt. Daher ist die einzige Möglichkeit eine erneute Regeländerung: Die Pole-Position wird zukünftig von einer sprachwissenschaftlich besetzten Jury für die hyperbolistischste Selbsteinschätzung vergeben. Zweckpessimisten starten aus der Boxengasse.


 
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Nochmal zur Mel-Gibson-Passion:


Wann zieht der erste Filmbesprecher eine Parallele zu Martin Scorseses "Die letzte Versuchung Christi" (1989) nach dem Roman von Nikos Kazantzakis? Ein Vergleich würde sich aus verschiedenen Gründen lohnen.

Bei diesem Film stand der Vorwurf der Blasphemie im Vordergrund. Andereseits war er in der Darstellung der Kreuzigung auch schonungslos realistisch. Woran mag es liegen, dass die Brutalität damals kaum thematisiert wurde, während sie heute das Aufreger-Thema des Antisemitsmusvorwurfs zu überholen scheint.

Ich muss dazu sagen, dass ich Gibsons Film nicht gesehen habe, und nur vermuten kann, dass dieser wohl noch brutaler ist als Scorseses. Aber schon aufgrund der Bilderstrecke von SpOn kann man erkennen, dass Gibson in puncto Realitätsnähe Scorsese in einigen Punkten eindeutig unterlegen ist. So stellt Gibson - historisch eindeutig falsch - die Kreuze so dar, wie es der überlieferten christlichen Ikonographie entspricht. Als lateinische Kreuze windigster Konstruktion die als ganzes von den Hinzurichtenden nach Golgatha getragen werden müssen. Scorsese geht dagegen von der korrekten T-Form aus, von denen nur der Querbalken getragen werden muss, die senkrechte Strebe verbleibt an der Hinrichtungsstätte.

Warum weist keiner (jedenfalls in den Besprechungen die ich gelesen habe) darauf hin, dass Gibsons ach so betonter Realismus bereits da aufhört?


 
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Berufsgruppensolidarisches Playmobil-Ebayen


Spon berichtet und kündigt dann an: "Weitere Versteigerungen von Lehrern, Soldaten und Verwaltungsbeamten sind geplant."

Ich kenn mich im Playmobiluniversum nicht besonders gut aus, aber die dortige Existenz eines SuperSets Verwaltungsbeamter mit Ärmelschoner, Locher und Aktenbock würde mich doch verwundern.


 
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Neue Masche:


Bei siegreichen Politikern, den Sowieso-Blick feststellen:

von Beust: Diana-Blick
Zapatero: Bambi-Blick

Who's next?

Angela Merkel: Schlafzimmerblick (gibts schon, aber wohl nicht aus dem Politjournalismus) hat wohl keine schlechten chancen.

Horst Köhler: Röntgen-Blick? eher nicht
Roland Koch: Schweinchen-Blick? Jedenfalls dürfte es etwas wahrscheinlicher sein, dass er mal eine Wahl gewinnt.


 
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Wie sich die Bilder gleichen. Teil II



Schipanski

Schwan

Bundespräsidentschaftskandidat kann jeder Deutsche werden, der das vierzigste Lebensjahr vollendet hat. Bundespräsidentschaftszählkandidat können dagegen ausschließlich Wissenschaftlerinnen aus Ostdeutschland mit Wuschelfrisur werden, deren Name mit Sch anfängt und zumindest die Assoziation zu einer Tierart unmittelbar hervorruft. Bei gleicher Eignung werden solche Kandidatinnen bevorzugt, deren Name außerdem an den einer erst vor kurzem aus dem Rennen ausgeschiedenen, chancenreicheren Kandidatin erinnert.


 
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Schill out. Aufstieg und Niedergang eines Wortspiels


Am 19. August 2003 schlug anlässlich der Entlassung Schills aus dem Hamburger Senat und der diesbezüglichen Berichterstattung Kollege tinto im Kompetenzteam das Wort "Schill Out" in rosa vor.

In einem Kommentar vom 9. Dezember 2003 (nach dem Bruch der CDU/Schill/FDP-Koalition) fragte ich:

  1. Schill aus der Partei ausgeschlossen.
  2. Schill aus der Fraktion ausgeschlossen.
  3. Schiedsverfahren verloren.
  4. Partei benennt sich um (jedenfalls gibt sie sich ein neues Kürzel).
  5. Partei scheitert an der 5-Prozent-Hürde.
  6. Schill gibt seine endgültigen Rückzug aus der Politik bekannt und wird wieder Richter.
  7. Einleitung eines Disziplinarverfahrens.
  8. Schill kommt diesem durch Bitte um Entlassung aus dem Staatsdienst zuvor.
    Wie oft werden wir das Wortspiel noch hören?

Dicki ergänzte:

  1. Schill wegen fortgesetzten ungebührlichen Betragens während Orgien mit Amüsier-damen aus dem Deutschen Kokserverein ausgeschlossen
  2. Exitus

Nummer 2 erledigte sich drei Tage später, Nummer 1 wenig später ebenfalls. Interessanterweise konnte ich diese Vorgänge auch nach etlichen Bemühungen nicht mehr im Internet dokumentiert finden. Die Chroniken enden alle vorher. Nach meiner Erinnerung war es ad Nr. 2 ein Austritt Schills. Nr. 3 fand also nicht statt. Nr. 4 hat noch nicht stattgefunden.
An Nr. 5 seit gestern abend ein (nein: "beser gleich zwei") Häkchen.
Nr. 6a ist nur eine Frage der Zeit - bis Schill zum Ergebnis kommt, dass eine Wahlanfechtung sinnlos ist oder ihm dies rechtskräftig mitgeteilt wird. Nr. 6b scheint zu entfallen, was Nr. 8 - unter Überspringung von Nr. 7 gleichkommt.

Keine ganz schlechte Trefferquote, allerdings waren die Prognosen alles andere als riskant.

Völlig daneben lag ich aber mit dem Wortspiel Schill Out. Das taucht gar nicht mehr auf. Haben die Journalisten die Lust daran verloren? War die weitere Karrieretalfahrt zu absehbar, als dass man darauf noch Wortspiele verschwenden wollte?

Neue Prognosen:

Schill wird tatsächlich Deutschland verlassen.

Wir werden aber auch zu diesem Anlass nicht das Wortspiel "Schill out" hören.

Schill wird frühestens ein Jahr nach seinem Abflug mit einem "Was macht eigentlich Ronald Barnabas Schill?"-Bericht gewürdigt.

Seine Rückkehr nach D wird eine winzige Randnotiz sein.

Erst seine Trunkensheitfahrt und der anschließende Prozess werden wieder etwas mehr wahrgenommen, allerdings wird auch hier keine professionelle Berichterstattung "Schill-out" verwenden.

Wer bietet mehr oder hält dagegen?


 
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last updated: 15.11.13 08:21
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