Observatorium für Prognosen, irrelevante Fragen und Widersprüche.
 

Ach, der von Schillerstraße? Voll krass, ey!


Fehlzitat

So wirbt ein Dienst, der Bildungshungrigen verspricht, sie in vier Minuten auf Partybeeindruckerniveau zu bringen.

Ist das peinlich! Denn wichtiger als die korrekte Zuschreibung wäre es, erst einmal das Zitat richtig abzuschreiben: "der langen Rede kurzer Sinn"


 
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Des Freiherrn neue Freikörperkultur


So ging der Kaiser unter dem prächtigen Thronhimmel, und alle Menschen auf der Straße und in den Fenstern sprachen: "Wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich! Welche Schleppe er am Kleide hat! Wie schön sie sitzt!" Keiner wollte es sich merken lassen, daß er nichts sah; denn dann hätte er ja nicht zu seinem Amte getaugt oder wäre sehr dumm gewesen. Keine Kleider des Kaisers hatten solches Glück gemacht wie diese.

"Aber er hat ja gar nichts an!" sagte endlich ein kleines Kind. "Hört die Stimme der Unschuld!" sagte der Vater; und der eine zischelte dem andern zu, was das Kind gesagt hatte.
"Aber er hat ja gar nichts an!" rief zuletzt das ganze Volk. Das ergriff den Kaiser, denn das Volk schien ihm recht zu haben, aber er dachte bei sich: ,Nun muß ich aushalten.' Und die Kammerherren gingen und trugen die Schleppe, die gar nicht da war.

(Hans Christian Andersen)

Es war einmal ein Freiherr, der gravierende Fehler begangen hatte, und dem Volke seine Reue ob dieser zeigen wollte. Er legte sein Jackett und seine Krawatte ab, zog die Schuhe aus, trat auf den Vorplatz seines Schlosses und sprach: "Nackt trete ich vor Dich, mein Volk, jetzt magst Du mich in all meiner Unzulänglichkeit und Fehlerhaftigkeit sehen." Und alle seine Hofschranzen und die Mehrheit des Volkes lobte ihn für seine Demut und die Rückhaltlosigkeit, mit der er sich zu seinen Makeln bekannte.

Es waren aber auch gar nicht so wenige, die riefen: "Aber Hose und Hemd hat er doch noch an. Die soll er auch noch ablegen, erst dann werden wir erwägen, ihm seine Fehler zu verzeihen. So verbirgt er doch noch fast alles von dem, was zu zeigen wirklich peinlich wäre."

Doch die Mehrheit des Volkes sprach zu der Minderheit: "Was habt ihr denn, er ist doch nackt! Er hat uns doch jetzt alles gezeigt. Nun lasst uns doch wieder zu Tagesordnung übergehen. Gibt es nichts wichtigeres als den Schniepel des Freiherrn?" Und sie sagten das nicht, weil ihnen jemand eingeredet hätte, dass sie dumm wären, wenn sie Hemd und Hose noch sähen. Sie sagten es nur, weil sie dem Freiherr, der im Volke sehr beliebt war, die Schmach ersparen wollten, sich vollständig zu entblößen. Und manche dachten auch bei sich: "Nun ist er doch ein Freiherr, und dass er sich vor dem Volke seines Jacketts und seiner Krawatte entledigt, ist doch gleichviel, als wenn sich unsereins nackt auf der Straße zeigen müsste."

"Aber er hat doch noch etwas an" beharrte die Minderheit. Doch die Mehrheit behauptete gar nicht mehr, dass der Freiherr nackt sei, sie sagte nur: "Was kümmert es uns, wir sind die Mehrheit. Und keiner muss sich ausziehen, wenn die Mehrheit es nicht will."


 
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Die erste ausreden-basierte Internet-Nutzungs-Studie


präsentiert von Spiegel online:
Danach vergeuden immer mehr Menschen ihre Zeit bei vollkommen ziellosen Online-Surftouren. Besonders betroffen: Männer. Sie lassen sich stundenlang von Sex- und Pornowebsites berieseln.

Wo auf einmal die ganzen Bilder mit den spermatriefenden Vulven auf unseren Rechner kommen? Weißt Du Liebling, das ist so: Ich geh doch nachts noch häufig ins Internet, um bei ebay eine günstige Eisenbahn für Lukas zu ersteigern, oder um zu recherchieren, welches Pesto die geringsten Pestizid-Rückstände aufweist, und dann lass ich mich manchmal vollkommen ziellos im Internet treiben und auf einmal war ich da auf seiner total ekelhaft frauenfeindlichen Seite. Erst hab ich mich - weil doch mein Tag so anstrengend war - ein bisschen berieseln lassen und dann dachte ich, dass ich zu Dokumentationszwecken ...

Ach komm, die Typen der Umfrage haben mir das neulich auch geglaubt.


 
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Neue Bilder


Wie fünf Wochen ausreichen können, damit ein Bild (damals Bild des Tages bei Spiegel online) völlig andere Assoziationen weckt.


 
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Spiegel Reporter unterwegs


"Der Reporter ist ein fast mystisches Wesen. Immer ist er am richtigen Ort. Mit den richtigen Worten vermag er es uns die richtigen und wichtigen Eindrücke zu vermitteln. Eine besondere Form ist die Spiegel-Story - hohe Kunst. Mit unwahrscheinlichem Aufwand schaffen es die Verlags-Miteigentümer immer wieder, kleine Kunstwerke zu schaffen, die uns bilden und erfreuen.

Und so schaffte es der Spiegel auch, als Quelle für eine dpa-Meldung genannt zu werden, die weltweit Aufsehen erregen sollte. Der Autor des Virus "Sasser", der es sogar in Tagesschau geschafft hat, ist gefasst worden. In Niedersachsen. In Waffensen. Und sofort entsandte das Spiegel-Imperium ein paar professionelle Beobachter um dem geneigten Leser Einblicke in das geniale Verbrecherhirn des 18jährigen Computersaboteurs zu geben. Und sein
Umfeld zu analysieren. Was hat den Jungen nur so verderbt gemacht? Denn Waffensen ist eine Idylle - so der Einstieg der Spiegel-Story:

In dem Dorf Waffensen nahe dem niedersächsischen Rotenburg an der Wümme scheint die Welt noch in Ordnung: Der Gasthof "Eichenhof" lockt mit gemütlicher Kaminschenke, Bauer Poppe um die Ecke verkauft Fleisch und Marmelade aus eigener Produktion, und bislang brachte allein der Shanty-Chor einen Hauch der großen, weiten Welt in den norddeutschen Heideflecken. Das dürfte sich in dieser Woche ändern, das beschauliche Örtchen könnte bald weltweit bekannt werden.

Merkwürdig: warum besteht der Rest der Story aus ein paar zusammengestoppelten DPA-Zusammenfassungen? Sind die Reporter noch unterwegs? Ach nein: sie waren ja eigentlich gar nicht in Waffensen. Sie haben die Autobahn schon bei der
Ausfahrt Google verlassen."

(Torsten per Mail, veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung)


 
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online for 6802 Days
last updated: 15.11.13 08:21
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